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Seite 193

Mitesser

wird eine Hautkrankheit genannt, die aus lauter
schwarzen oder braunen Pünktchen besteht, die sich
bei kleinen Kindern in den ersten Wochen nach der
Geburt auf der Haut einfinden , und daher den Namen
hat, weil diese Pünktchen wie Köpfe von Würmern

aussehen, die in der Haut sitzen. Schwächliche, un=
reinliche gehaltene Kinder auf dem Lande bekommen
sie zuweilen auch dann noch, wenn sie schon älter
sind, im Gesicht, auf der Nase, Stirn, Brust, und
Schultern.  Sie erregen ein starkes Jucken, daher
die Kinder auch fast immer weinen und winseln,
hernach abmagern, einen dicken Leib bekommen, und
an der Abzehrung sterben.

Heilmittel sind:    Reinlichkeit, -- und
laue Bäder aus Seife, Kleie, Wermuthskraut und
Kamillenblumen.  Von den Kräutern wird eine
starke Abkochung gemacht, in der Seife aufgelöst
wird, der man dann Weizenkleie zusetzt. Anfangs
werden die Kinder täglich zwei Mal darin gebadet
und gewaschen, wenn sich aber das Übel mindert,
zwei oder drei Mal in der Woche. -- Man be=
streicht auch wohl die Haut, wo die Mitesser sitzen,
mit Honig, wäscht ihn nach einigen Stunden mit
Branntewein oder Rum ab, und wendet daraus das
angegebene Bad an.


Mitesser eine Hautkrankheit Mitesser eine Hautkrankheit

 

 

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